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Pressekonferenz des Kreises zur aktuellen Corona-Situation 09.04.2020

Kreis Herford. Insgesamt gibt es im Kreis Herford 267 bestätigte Corona-Fälle. Seit gestern sind 9 neue bestätigte Fälle dazu gekommen. Inzwischen gelten allerdings insgesamt  118 Personen wieder als gesund, sodass die Zahl der aktuellen Infektionen  bei 146 liegt. Derzeit befinden sich knapp unter 30 Corona-Patienten in den Krankenhäusern im Kreis Herford. Darunter sind 19 Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford. Fünf Patienten befinden sich auf der Intensivstation, drei  werden beatmet.

Seit heute gibt es zwei weitere Todesfälle zu vermelden. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 91 und 89 Jahren. Beide hatten Vorerkrankungen und stammen aus Herford. Somit gibt es im Kreis Herford insgesamt drei Todesfälle.

Landrat Jürgen Müller sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein tiefes Mitgefühl aus. „Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass sich jeder an die Regeln hält, um unsere älteren Mitmenschen und die Risikogruppen zu schützen“.

Derzeit liegen die Fallzahlen im Kreis Herford unter dem Durchschnitt in OWL. „Der befürchtete exponentielle Anstieg der Fälle ist bei uns ausgeblieben“, erklärt Dr. Marie-Luise Kluger, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes. „Von den Menschen, die wir derzeit bei uns tagtäglich testen, haben wir eine Quote von ungefähr zehn Prozent, die positiv sind. Das ist ein stabiler Wert, der auch nicht gestiegen ist und mit dem bundesweiten Durchschnitt weitgehend übereinstimmt“, so Kluger.

Kluger betont weiter, dass es besonders bei einer schrittweisen Lockerung der Beschränkungen nach den Osterferien besonders wichtig sei, die älteren Mitmenschen und Risikogruppen weiter zu schützen.  Weiter gelten die üblichen Maßnahmen: Abstand halten, in die  Armbeuge niesen und bei Symptomen zu Hause bleiben.

Landrat Jürgen Müller lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Trägern der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Kreis Herford, die die bisherige Situation in einem konstruktiven Dialog gut gemeistert haben. Ein großes Lob geht auch an die Unternehmerschaft im Kreis Herford, die besonders bei der Beschaffung von Schutzmasken ihre Hilfe anbietet.

 

Kapazitäten und Auslastung in den Krankenhäusern

In den Krankenhäusern im Kreis Herford stehen kreisweit über  1200 Betten zur Verfügung. Die derzeitige Auslastung beträgt etwa 50 Prozent. In der Regel befindet sich diese zwischen 80 und 100 Prozent. Die niedrigere Auslastung ist vor allem damit zu erklären, dass planbare Eingriffe, die verschoben werden können, derzeit nicht stattfinden.  Unter den Patienten, die derzeit in den Krankenhäusern liegen, sind jedoch viel ältere Menschen und auch Covid-19-Patienten, die  enorm pflegebedürftig sind. Das erfordert viele zeitliche und personelle Ressourcen.

 

Kein Materialengpass beim Rettungsdienst

Bezüglich notwendiger Materialien im Rettungsdienst herrscht derzeit keine Notlage oder ein kritischer Zustand. Die Materialien sind ausreichend vorhanden. Die Beschaffung erfolgt zentral für alle Rettungswachen im Kreis Herford. Es wird darum gebeten, gut gemeinte Sachspenden an den Rettungsdient nicht über die Leitstelle oder die 112 anzubieten, sondern sich beim Bürgertelefon 05221 – 131500 oder unter stab-corona@kreis-herford.de zu melden.

 

Zentrale Abstrichstelle und das Akutzentrum

An der zentralen Abstrichstelle wurden seit der Öffnung am 17. März bis zur Schließung am 09. April rund 1.700 Abstriche getätigt. In dieser Woche wurden dort pro Tag nur noch zwischen 11 und 17 Abstriche getätigt, während es am Akutzentrum zwischen 100 und 150 Abstriche am Tag waren. Als Diagnose- und Behandlungszentrum werden am Akutzentrum Patienten mit Symptomen nicht nur getestet, sondern  dort bei Bedarf auch medizinisch versorgt. Zwar sollte vor einem Besuch am Akutzentrum mit dem Hausarzt Rücksprache gehalten werden, dennoch ist keine Überweisung nötig. So sollen die Hausarztpraxen weiter entlastet werden.

 

Verstöße gegen das Kontaktverbot werden weiter konsequent verfolgt

Landrat Jürgen Müller lobt die Bürgerinnen und Bürger, deren große Mehrheit sich vorbildlich an die Kontaktsperren halte. „Ich bin positiv davon angetan, wie bei uns im Kreis Herford mit dieser schwierigen Situation umgegangen wird. Gleichwohl appelliere ich an alle, die Regeln auch über die Ostertage  weiter einzuhalten.“ Verstöße gegen das Kontaktverbot werden auch über die Ostertage konsequent verfolgt und ziehen ein entsprechendes Bußgeld nach sich.

 

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