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Corona-Schutzverordnung: Osterfeuer fallen dieses Jahr aus 07.04.2020

Kreis Herford. In diesem Jahr wird es keine Osterfeuer geben. Öffentliche Osterfeuer fallen unter das Verbot der Corona-Schutzverordnung, nach der sämtliche öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen untersagt sind. Das private Verbrennen von Pflanzenabfällen ist ohnehin seit vielen Jahren (und nicht nur zu Ostern) verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die vom Kreis Herford mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro geahndet wird. Von den Verboten nicht betroffen ist lediglich das Verbrennen von geeignetem und entsprechend abgelagertem Brennholz in Kaminöfen oder Feuerschalen im privaten Bereich. Aber auch hierbei dürfen keinesfalls Abfälle verbrannt werden.

Trotz Ausfall: Osterfeuerhaufen für die Tierwelt weiterhin wichtig

Da die Osterfeuerhaufen diversen Tierarten als Lebensraum dienen, ist es aus Rücksicht auf die Tierwelt wünschenswert, die Haufen trotz Ausfall des Osterfeuers erst einmal liegen zu lassen. Denn bedingt durch die warmen Tage im Februar und März  kann schon mal ein Zaunkönig, Rotkehlchen oder eine Heckenbraunelle den Haufen für das Osterfeuer als Biotop für die Brut belegt haben. Oder der Igel, Spitzmäuse oder sogar ein Hase oder Kaninchen sind eingezogen. Säugetiere und Reptilien finden in einem Osterfeuerhaufen einen optimalen Überwinterungsplatz und Unterschlupfmöglichkeiten.  Einen besonderen Wert hat das Totholz zudem für die Insektenwelt. Viele Käfer und ihre Larven ernähren sich von zerfallenem Altholz, zahlreiche Hautflügler legen ihre Eier in von anderen Insekten vorgebohrten Holzgängen ab.

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