Gemeinde Kirchlengern

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Wappen Stift Querenheim
© Gem. Kirchlengern 

 

Das Wappen der
(Alt-)Gemeinde Stift Quernheim

– Kreis Herford –


 


Beschreibung:

In rotem Schilde getrennt durch einen überdachten und von zwei aufsitzenden Türmchen flankierten Torbogen in Silber, oben zwei heraldische Lilien, unten ein unterschächtiges Wassermühlenrad in Silber.

Begründung:

Rot ist die Farbe des Territoriums Minden. Silber weist auf geschichtliche und territorial-nachbarliche Beziehungen zur Grafschaft Ravensberg, mit der das Territorium Minden seit 1719 eine Verwaltungsprovinz des brandenburgisch-preußischen Staates bildete und auf die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Wittekindkreis Herford hin.

Der das Schildfeld in zwei Felder trennende überdachte von zwei aufsitzenden Türmchen flankierte Torbogen ist dem aus dem 13. Jahrhundert überlieferten Siegel des ehemaligen Klosters Quernheim entnommen, dessen Bilder die Mutter Gottes mit dem Kind im oberen und einen heiligen Bischof, vermutlich Augustinus, im unteren Felde darstellen (Ludorff, Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Herford).

Die heraldischen Lilien des oberen Feldes erinnern an das eine heraldische Lilie als Stiftswappen zeigende Stiftssiegel des 17. Jahrhunderts.

Das Wasserrad im unteren Feld soll die drei in Stift Quernheim am Mühlenbache nur wenige hundert Meter voneinander entfernt liegenden Mühlen versinnbildlichen und auf die Bedeutung des Namens Quernheim – Querne – Mühle – hindeuten.

Eine der Mühlen ist schon um 1270 (molendinum – Wassermühle) nachzuweisen.1 Auf welche der drei heute noch vorhandenen Stiftsmühlen, für die die alten Bezeichnungen Oberste-, Mittelste- und Niederste Stiftsmühle im Volksmunde heute noch fortbestehen, sich die Erwähnung in der gen. Urkunde bezieht, ist nicht festzustellen.

Von den vielen Mühlen, die am Mühlenbache von den Quellen seiner drei Quellbäche bis zu seiner Mündung in die Werre bei Alt – Schockenmühle liegen,2 dürften die gen. drei Stiftsmühlen dem umfangreichen Besitz des Klosters und der stiftsnahmen Lage nach von jeher die bedeutendsten gewesen sein. Nach einer aktenmäßigen Überlieferung aus dem Jahre 15483 hatte von den zehn darin aufgeführten Grundherrn, die Güter in der Quernheimer Mark liegen hatten, das Kloster dort den meisten Güterbesitz.4 und 5

 

 

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1   Westf. Urk. Busch IV, Nr. 1233.

2   Meßtischblatt „Quernheim“ Nr. 2014. Der Karte nach liegen außer der „Schockenmühlen“ nicht weniger als 8 Mühlen am Mühlenbache. Davon gehört je eine zu den Gütern Beck und Ulenburg. Ob von ihnen außer den drei Mühlen im heutigen Dorfe Stift Quernheim weitere an das Kloster gehörten, braucht hier nicht untersucht zu werden.

3   Staatsarchiv Münster, Stift Quernheim – Akte Nr. 101, Bl. 16

4   Über die Ausstattung des Klosters s. Griese, „Bünde und die Dörfer und Bauernhöfe im Elsetal“, Seite 120 ff.

5   Nach dem Index der Lagerbücher des Stiftes Quernheim (Stift Quernheim – Akte Nr. 168, Staatsarch. Münster) besaß das Kloster rund 200 abgabepflichtige Höfe, von denen 95 – 100 innerhalb der Quernheimer Mark lagen, deren Grenzen mit Ausnahme von Spradow im wesentlichen denen des heutigen Amtes entsprachen.

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