Gemeinde Kirchlengern

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Wappen Quernheim
© Gem. Kirchlengern 

 

Das Wappen der
(Alt-)Gemeinde Quernheim

– Kreis Herford –


 


Beschreibung:

In rotem Schilde eine silberne bewurzelte Linde.

Begründung:

Die silberne Linde im mindenschen roten Feld weist auf den Wirtschaftsverband der Quernheimer Mark hin.

Nach Holzgerichtsprotokollen der Quernheimer Mark aus den Jahren 1584, 1616, 1690,1 wurde das Holzgericht auf dem gewohnten Platze im lengerschen Holze gehegt und gehalten. Der ursprünglich gewohnte Platz der Holzgerichte wird jedoch in oder bei Quernheim gelegen haben; denn nach Dr. Fr. Blomeyer, Haus Beck, „Wie die Quernheims ihre Güter Ulenburg und Beck verlieren“2 fand 1646 das Holzgericht auf dem Thie bei Quernheim statt und zwei Jahre später 1548 hielten die von Münchhausen „eyn holtynck vp dem tyge tho groten Quernheim“ ab.3

Eine auf den Platz bezügliche Bezeichnung, z. B. „vp dem Tyge“, ist, wie eine Umfrage bei alteingesessenen und alten Leuten des Dorfes ergab, dort nicht mehr lebendig. Vielleicht aber hat der Volksglaube, dass die bei Kriegsende durch einen Sturm vernichtete „1.000jährige“ Linde, die bei der Kapelle stand, künstlich gezogen und eine Vemlinde sei, soweit recht, als ihr Standort den ursprünglich gewohnten Platz der Holzgerichte bezeichnen mag. Durch den Bau der Kapelle auf diesen Platz, auf den seiner Lage nach sowohl die Bezeichnung „bei“ wie „tho“ – „in“ Quernheim passt, kann dann mit seiner Geeignetheit als Thingstätte auch die darauf bezügliche Bezeichnung „vp dem Thyge“, die offenbar früher lebendig war, geschwunden sein. Auch die zentrale Lage des Dorfes innerhalb der Mark wie die Möglichkeit, dass die Mark von dem Dorfe Quernheim, in dem in den ältesten Zeiten die Holzgerichte abgehalten wurden, den Namen erhalten haben mag, sprechen für die Bedeutung Quernheims als dem altgewohnten Platze der Holzgerichte.

Die Gemeinde will mit dem Wappen uralte Überlieferung festhalten und auf das bis in die neueste Zeit in der Markgenossenschaft lebendig geblieben urdeutsche Rechtsleben der Vorfahren hinweisen.

 

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1 St. A. M. Nr. 100, Bl. 8 ff., Gutsarch. Eckendorf Rep. XVI Nr. 32.

2 S. I, 7; S. 32.

3 St. A. M., St. Q. A. Nr. 101, Bl. 8.

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