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Aktuelle Verkehrsprojekte

Bahnunterführung ↓

Die Planungen zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs „Lübbecker Straße“ in Kirchlengern haben eine lange Geschichte. Einen groben Überblick kann Ihnen die folgende Übersicht geben:


Chronologie Bahnunterführung (Stand 09.2017)


  • 1980er und 1990er Jahre Erarbeitung einer Studie für eine Bahnüber- oder Unterführung Ergebnis: Beides ist grundsätzlich möglich. Es wird aber keine vertiefende Planung vorgenommen.


  • 2002 Erste neue Überlegungen für eine Trassierung im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes, um diese evtl. später nicht zu behindern. >>keine Fortführung der Planung.


  • 02/2007 Schreiben an MdB Dr. Göhner zur Vermittlung eines Gesprächstermins bei der DB AG in Hannover

  • 03/2007 Gespräch bei der DB AG (Bürgermeister und Fachbereichsleiter) Ergebnis: DB AG sieht für ihren Verantwortungsbereich (Schienenverkehr) keinen Handlungs-bedarf …“die Bahn kann immer ungehindert fahren“, sagt aber zu, sich Planungen nicht zu verschließen und würde es begrüßen, wenn im Zuge einer kreuzungsfreien Querung an der Lübbecker Straße der Bahnübergang Ravensberger Straße/Bahnhofstraße auch geschlossen werden könnte.

  • 05/2007 verschiedene Gespräche mit DB AG, Straßen NRW und dem Planungsbüro Hahm aus Osnabrück zur Abstimmung der weiteren Schritte für eine Machbarkeitsstudie.

  • 06/2008 Der Planungsausschuss beschließt die Auftragsvergabe für eine Machbarkeitsstudie. Damit nimmt die Gemeinde sowohl inhaltlich als auch finanziell die ersten Planungsschritte in die eigene Hand.

  • 03/2009 Die Machbarkeitsstudie liegt vor und zeigt in einem Korridor denkbare Trassierungen auf. Zur Erhöhung der Planungstiefe ist jetzt eine Variantenuntersuchung notwendig.

  • 06/2009 Der Planungsausschuss beschließt die weitere Auftragsvergabe zur Variantenuntersuchung nach den Sachkriterien: Verkehr, Lärmschutz, Entwässerung, Grunderwerb, Baukosten und Städtebau.

  • Ende/2009 Die Planungen geraten ins Stocken, da die prognostizierten Kfz-Belastungszahlen gesichert sein müssen und dies erst nach Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses für die interkommunale Entlastungsstraße Bünde – Kirchlengern gegeben war.

  • 06/2011 Wiederaufnahme der Planungen nach Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses für die interkommunale Entlastungsstraße Bünde – Kirchlengern.

  • 03/2013 Übergabe der konkreten Variantenuntersuchung für 3 Varianten an die DB AG und Straßen NRW zur Fortführung der Planung. Die Gemeinde hat über die Jahre bis dahin für Straßen NRW und die DB AG Planungskosten in Höhe von insgesamt rund 80.000 € vorgestreckt.

  • bis 01/2015 DB AG und Straßen NRW prüfen die Variantenuntersuchung. Straßen NRW hält weitere Varianten für prüfpflichtig. Straßen NRW erteilt auf eigene Kosten Aufträge für weitere Untersuchungen.

  • bis 06/2017 Prüfung und Bewertung der Varianten auf Ebene von Straßen NRW bis zum Betriebssitz in Gelsenkirchen.

  • 08.06.2017 Vorstellung der Varianten in einer nichtöffentlichen interfraktionellen Sitzung.

  • 20.09.2017 Erste Vorstellung der Ergebnisse in einer Bürgerversammlung zur frühzeitigen Information der Öffentlichkeit vor Erstellung des Planentwurfes für die favorisierte Variante. Diese finden Sie hier.

  • Dezember 2017 Der Rat hat sich in seiner Sitzung im Dezember 2017 die favorisierte Variante 3a ausgesprochen.

In der Folgezeit ist es zumindest gelungen, dass Straßen NRW die Straßenplanung vorangetrieben hat. Für eine Fortsetzung der Planung werden allerdings diverse bahntechnische Vorgaben von der DB AG benötigt, die bis Ende 2019 nicht von der Bahn beigebracht wurden. Die Gemeinde hat dann auf verschiedenen Wegen dafür gesorgt, dass die DB AG Anfang 2020 wieder in den Planungsprozess eingestiegen ist. In einem Planungsgespräch am 02.04.2020 hat die DB AG zugesagt, nunmehr kontinuierlich an dem Projekt zu arbeiten und es wurden die nächsten Planungsschritte abgestimmt. Am 10.06.2020 sind in einem weiteren Arbeitsgespräch die konkreten nächsten Aufgaben für die Planungsbeteiligten festgelegt worden, die im August 2020 besprochen werden. Im August soll dann möglichst auch noch die notwendige Planungsvereinbarung zwischen Straßen NRW und der DB AG geschlossen werden.
 

Mobilstation ↓

Die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsangebote ist die Kernaufgabe einer Mobilstation.

Die Vorteile der verschiedenen Verkehrsmittel können hier sinnvoll miteinander kombiniert werden. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mit Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Bus bildet dabei das Rückgrat des Mobilitätsangebotes der Mobilstation. 


Neben dem ÖPNV sind an der Mobilstation Kirchlengern folgende Angebote geplant:

  • Pkw-Stellplätze: Da der ÖPNV insbesondere auf Relationen mit geringem Fahrgastpotenzial Angebotslücken aufweist, soll das Nutzerpotenzial der Mobilstation durch die Integration von Pkw-Stellplätzen deutlich erhöht werden. 
  • Carsharing: Das bestehende ÖPNV-Angebot soll durch ein Carsharing-Angebot sinnvoll ergänzt werden. Carsharing hilft beim Gepäcktransport und bietet die Rückfallebene für den Fall, dass Ziele und/oder Zeiten durch den ÖPNV nicht gut bedient werden. Beim Carsharing kann jeder registrierte Kunde einer Carsharing-Organisation einen Pkw nach Voranmeldung auch für einzelne kürzere Fahrten nutzen (Kurzzeitmiete, im Gegensatz zum konventionellen Mietwagen).
  • Radabstellanlage: Dem Radverkehr kommt in Verbindung mit dem ÖPNV eine hohe Bedeutung zu, denn er deckt die „letzte Meile“ zwischen Haltestelle und Ziel bzw. Start ab.
  • Radverleih: Es wird erwartet, dass ein Radverleihsystem insbesondere im Freizeitverkehr interessant ist. Die Mobilstation liegt direkt am Else-Werre-Radweg.

Neben der Verknüpfung der Verkehrsmittel sollen folgende Serviceangebote bereitgestellt werden:

  • Ladesäulen zur Förderung der Elektromobilität. Die Einrichtung von Ladesäulen kommt sowohl für Carsharing-Stellplätze, Stellplätze für private Pkw als auch für E-Bikes in Betracht.
  • Der Verkauf von Reiseverpflegung wir zurzeit geprüft.
  • Zum Leistungsspektrum einer Mobilstation gehört auch, ein ganzheitliches Angebot von Mobilitätsdienstleistungen einheitlich zu kommunizieren und zu bewerben. Daher soll die Mobilstation zumindest teilweise ein personalbesetzter Servicepunkt sein.
  • In der Mobilstation sollen Schließfächer mit Steckdosen ausgestattet werden, so dass auch Akkus von E-Bikes geladen werden können.

Diese Maßnahme wird zu insgesamt 90 % von Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und vom Zweckverband Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe gefördert.

Der Rat der Gemeinde Kirchlengern hat der Errichtung einer Mobilstation bereits per Grundsatzbeschluss zugestimmt: 

Zurzeit beginnt die Detailplanung der Mobilstation.