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Unsere Gemeinde

Kirchlengern – gestern und heute

Wer sich heute auf der Landkarte Kirchlengern anschaut, sieht eine Fläche von rund 33 Quadratkilometern, die Heimat von rund 16.000 Einwohnern ist.

Dabei ist diese Fläche längst nicht so alt, wie die Einträge in den Geschichtsbüchern vermuten lassen. Die erste schriftliche Erwähnung zumindest eines Teiles der Gemeinde stammt aus dem 12. Jahrhundert. 1147 gründet vermutlich der Bischof von Osnabrück das Monasterium zu Quernheim als Augustiner-Nonnenkloster. Durch Neusiedler aus den Stiftsländereien entsteht die 161 Hektar umfassende Gemeinde Stift Quernheim. Südlengern wird erstmalig 1151 schriftlich erwähnt. Häver, Kirchlengern, Quernheim und Rehmerloh folgen Ende des 12. Jahrhunderts. Die Klosterbauerschaft, die zum Gründungsgut des Klosterstiftes zu Quernheim gehörte, bildet den Schluss. Ihr Name taucht erstmals um 1756 auf. Erst im Jahr 1919 wird das eigenständige Amt Kirchlengern gegründet.

Das „neue“ Kirchlengern ist dagegen noch jung: Es besteht seit dem 1. Januar 1969 und umfasst die Gemeindegrenzen, die sich im Gemeindelogo wiederfinden.

Heute ist die Gemeinde längst nicht mehr von der Landwirtschaft geprägt, wie dies in den ersten Jahrhunderten der Geschichte Kirchlengerns der Fall war. Bereits im 16. Jahrhundert wandelt sich das Arbeitsleben: Die Verarbeitung von Flachs zu Garn und Leinen ergänzt das Spektrum. Zwischen 1847 und 1850 schaffen der Ausbau der Chaussee von Herford über Kirchlengern nach Lübbecke und der Bau der Eisenbahnstrecke Löhne – Osnabrück Beschäftigung. Im 19. Jahrhundert siedelt sich schließlich die Zigarrenindustrie an. Vom Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg profitiert auch Kirchlengern: In dieser Zeit entstehen nicht nur zahlreiche Betriebe der Möbel-, Beschläge- und Glasindustrie, auch Handwerk, Handel und Gewerbe blühen.

In den vergangenen Jahren wurde das Erholungs-, Bildungs- und Sportangebot der Gemeinde stets erweitert. So laden landschaftlich reizvolle Rad- und Wanderwege zur Erholung ein. Naturfreunde finden auch abseits der Wege manch reizvolles Stückchen Erde in Kirchlengern, zum Beispiel entlang des Flusses Else oder am Reesberg in Südlengern.