Gemeinde Kirchlengern

Schnellmenü

Aktuelles Veranstaltungen Ortsplan Kontakt Sitemap Suche Impressum
 > Rathaus > Bürgerforen online > Bürgerforum Stiftstraße

Inhaltsbereich

Bürgerforum Stiftstraße

Hier geht's zum neuem Diskussionsforum Stiftstraße.

Projekt Umgestaltung Stiftstraße

Die Stiftstraße im Ortsteil Stift Quernheim ist nicht nur eine Kreisstraße mit entsprechender Verkehrsbelastung und überörtlicher Verkehrsfunktion sondern auch die Hauptgeschäftsstraße mit beidseitigem Geschäftsbesatz und einem entsprechenden Querungsbedarf für Fußgänger. Diese Situation ist in der Vergangenheit von einigen Bürgerinnen und Bürgern bemängelt worden und auch schon Gegenstand von Diskussionen in den Ratsgremien gewesen. Der Kreis Herford als alleiniger Eigentümer der Fahrbahn und der Gehwege hat in Vorgesprächen seine Bereitschaft bekundet, über eine mögliche Umgestaltung der Stiftstraße mit der Gemeinde eine Vereinbarung zu schließen. Der Planungsausschuss des Rates hat deshalb im Oktober 2011 einstimmig beschlossen, mit der Planung der Straßenraumgestaltung im Ortskern von Stift Quernheim in 2012 zu beginnen und der Gemeinderat hat dafür entsprechende Finanzmittel bereitgestellt.

Ziel der Umgestaltung ist, sowohl die Verkehrssicherheit zu erhöhen als auch die Aufenthaltsqualität im Straßenraum zu verbessern, gleichzeitig aber die überörtliche Verkehrsfunktion weiterhin zu gewährleisten.

Vor Aufnahme der Planungsarbeiten ist zunächst mit den Anliegern und Gewerbetreibenden an der Stiftstraße von der Einmündung "Am Herrenhaus" bis zur Einmündung "Bredenkamps Feld" und an der Neuen Straße von der "Stiftstraße" bis zur Einmündung "Am Herrenhaus" am 25.06.2012 im Restaurant Klosterheide eine Info- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt worden. Die Veranstaltung war gut besucht. Bei dieser Veranstaltung wurde umfassend über die Rahmenbedingungen informiert, erste Ideen diskutiert und auch über das weitere Vorgehen gesprochen.

Die gezeigte Präsentation finden Sie hier:

Ergebnis der Veranstaltung war, dass

• Einigkeit bestand, einen Vorentwurf für die Umgestaltung der Stiftstraße in dem genannten Abschnitt zu erstellen
• Der Bereich der Neuen Straße von der Stiftstraße bis zur Einmündung Am Herrenhaus wird wegen der unübersichtlichen Einmündung in die Stiftstraße und wegen des im Vorfeld ermittelten erhöhten Querungsbedarfes im Bereich Zufahrt EDEKA und Einmündung Am Herrenhaus mit in das Konzept einbezogen
• Die Anlieger und Geschäftsleute werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden, indem die Gemeinde mit Vertretern der Anlieger und Geschäftsleute eine kleine Planungsgruppe bildet, die die Erstellung des Vorentwurfes begleitet. Dabei sollen die Vertreter der Anlieger und Geschäftsleute die Ideen aller Anlieger und Gewerbetreibenden sammeln und diese in den Planungsprozess einbringen. Sie sind also Ansprechpartner vor Ort und Interessenvertretung in der Planungsgruppe.
• Über die Werbegemeinschaft Stift Quernheim - Klosterbauerschaft werden die Namen der interessierten Anlieger und Geschäftsleute gesammelt und der Gemeinde mitgeteilt. Diese informiert wiederum alle Anlieger und Geschäftsleute über Ihre Ansprechpartner und lädt die Planungsgruppe zu den Planungsgesprächen ein. Die Gespräche finden in den Abendstunden statt.
• Wenn der erste Vorentwurf erstellt worden ist, wird dieser wieder im Rahmen einer Info- und Diskussionsveranstaltung mit allen Anliegern und Geschäftsleuten erörtert.
• Kosten entstehen für die Anlieger und Geschäftsleute zunächst nicht, auch nicht, wenn die Planungen in dem weiteren Planungsprozess abgebrochen werden sollten. Über die voraussichtliche Höhe der Anliegerbeiträge für die Nebenanlagen im Falle der Durchführung baulicher Maßnahmen kann frühestens nach Abschluss der Entwurfsplanung eine seriöse Aussage getroffen werden. Über die tatsächliche Durchführung der Maßnahme entscheiden die Ratsgremien erst, wenn eine konsensfähige Planung vorliegt, eine Vereinbarung mit dem Kreis Herford geschlossen worden ist und die Finanzierung der Maßnahme incl. Landesförderung gesichert ist. Also erst mit der Freigabe zur Ausschreibung der Baumaßnahmen stünde fest, dass die Umgestaltung tatsächlich durchgeführt würde und die Anlieger mit Anliegerbeiträgen rechnen müssen.

Inzwischen stehen die Vertreter der Planungsgruppe fest. Es sind

• Frau Ilona Rullkötter-Bulk, Stiftstraße 84
• Frau Monika Hotfiel, Stiftstraße 66
• Herr Wolfgang Busse, Stiftstraße 95
• Herr Achim Pankoke, Eichfeld 9
• Herr Karl-August Menke, von-Baer-Str. 8
• Frau Anne-Maria Möller, Stiftstraße 72, Kirchlengern (Ersatz für Herrn Stallinger)
• Herr Gerhard Feilmeier, Stiftstraße 81a
• Herr Eckhard Ramöller, Stiftstraße 91, Kirchlengern
• Frau Anja Herzog, Stiftstraße 58, Kirchlengern (seit 9. Juli 2013)

Hier die Ausgangssituation und die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort:

Stiftstraße Luftbild Blatt 1
Stiftstraße Luftbild Blatt 2
Stiftstraße Luftbild Blatt 3

Die erste Sitzung des Arbeitskreises hat am 09.10.2012 stattgefunden. Das Protokoll der Sitzung finden Sie hier:

Eine weitere Arbeitskreissitzung hat am 18.02.13 stattgefunden. Das Ergebnis war hier, dass mehrere Varianten (unterschiedliche Fahrbahn- und Gehwegbreiten mit und ohne Parkflächen) vorgestellt wurden und derzeit die Pläne bei den Arbeitskreisteilnehmern intern diskutiert werden. Parallel erfolgte durch das Planungsbüro vor Ort eine topographische Aufnahme der Höhen. Die dritte Arbeitskreissitzung hat am 24.06.2013 stattgefunden. In dieser Sitzung hat sich der Arbeitskreis entschieden, die letztlich entwickelte Planung erst in der nächsten großen Veranstaltung vorzustellen und dann erst ins Forum und in die breite Öffentlichkeit zu geben. 

Diese Veranstaltung hat am 08.07.2013 im Rathaus Kirchlengern stattgefunden. Die Präsentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Planung ist dort intensiv und zum Teil auch kontrovers diskutiert worden, wobei im Ergebnis Einigkeit bestand, die Planung nun einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Protokoll der Veranstaltung finden Sie hier.

Dies soll geschehen, indem die Pläne in Kürze sowohl in der Volksbank- und der Sparkassenfiliale als auch bei EDEKA Ramöller in Stift Quernheim ausgehängt werden. Außerdem finden Sie die Pläne hier:

Umgest Stiftstraße_Lageplan Blatt 1 West_Bilder 08-07-13
Umgestaltung Stiftraße_Lageplan Blatt 2 Ost_Bilder 08-07-13
Umgest Stiftstraße_Lageplan Gestaltung Blatt 2_Untervariante_04.07.13

Folgende maßgebliche Eckpunkte markieren die Planung:

Planungsziel:

• Umgestaltung der Stiftstraße zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität
• klare Trennung der unterschiedlichen Funktionsbereiche (Fahrbahn, Gehwege, Parkflächen)
• Erneuerung der Beleuchtung und zusätzliche Begrünung

Eckpunkte der Planung:

• Durchgehende Reduzierung der Fahrbahnbreite von 7,50 – 8 m auf 6,50 m (im Kurvenbereich auf 7 m)
• Erneuerung der beidseitigen Gehwege in einer durchgehenden Mindestbreite von 1,50 m
• Integration von 22 öffentlichen Parkflächen in 2m Breite im Straßenverlauf zwischen Fahrbahn und Gehweg
• Anlegung einer zusätzlichen Querungshilfe zwischen den Einmündungen Stockfeldstraße-Neue Straße
• Verbesserung der Sichtbeziehungen für den Verkehr, der aus der Neuen Straße einmündet
• Alternativkonzept für die Umgestaltung des Einmündungsbereiches Friedhofsweg
• Ggf. Verbreiterung der Querungshilfe im Bereich der Grundschule mit dem Ziel einer weiteren Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in diesem Bereich
• Begrünung durch zusätzliche Pflanzinseln mit 13 Einzelbäumen
• Erhaltung und Optimierung der vorhandenen privaten Parkflächen (liegt ausschliesslich in der Verantwortung der privaten Grundstückseigentümer) und Beseitigung der Konflikte mit dem öffentlichen Gehwegbereich.
• Option für die Anlegung weiterer Stellplätze auf vorhandenen Freiflächen, sofern hier Einigkeit mit den betroffenen Anliegern erzielbar ist

Die Gemeinde hofft auf viele Meinungsäußerungen, die dann in den weiteren Planungsprozess eingebracht werden können!

Bislang sind einige wenige Rückläufe zu den veröffentlichten Planunterlagen eingegangen. Am 04.11.2013 hat zu den bislang eingegangenen Anregungen eine weitere Arbeitskreissitzung stattgefunden. Dabei bestand über folgende Punkte Einigkeit,

• Der zusätzliche Parkplatz auf dem Privatgrundstück Stiftstraße 60 wird vom Eigentümer nicht gewünscht und wird sich daher nicht realisieren lassen.
• Die geplante Verlegung der Bushaltestelle auf der Nordseite der Stiftstraße in den Bereich der geplanten Querungshilfe in Höhe des EDEKA-Marktes wird sich aufgrund des Verlaufes der Buslinie nicht realisieren lassen. Hier muss nach einer neuen Lösung gesucht werden.
• Der Einmündungsbereich der Stiftsfeldstraße in die Stiftstraße soll für den ausfahrenden Verkehr in Richtung Bünde durch eine Änderung der Anbindung verkehrssicherer ausgebildet werden. Hier wird der Planer einmal die Möglichkeiten überprüfen. Die entstehenden öffentlichen Restflächen könnten dann zur weiteren Begrünung genutzt werden.
• Die in einem Leserbrief in der NW vom 04.11. angeregte Beibehaltung der Fahrbahnbreite mit der Anlegung eines Radweges an der Nordseite wird sich nicht realisieren lassen, da dafür die notwendigen Flächen nicht vorhanden sind. Ein Radweg wäre nur zu Lasten der Fahrbahn möglich so dass dann im Fahrbahnbereich die Mindestbreite für die Kreisstraße von 6,50 m unterschritten würde. Im übrigen geht man in Fachkreisen inzwischen bezüglich des innerörtlichen Radverkehrs den auch inzwischen rechtlich zulässigen Weg, den Radverkehr wieder auf der Fahrbahn abzuwickeln, da die Erfahrung gezeigt hat, dass es bei den innerörtlichen Radwegen vermehrt Unfälle mit Kfz im Bereich von Straßeneinmündungen gegeben hat.
Eine ebenfalls angeregte durchgehende Tempo 30 Begrenzung für die Stiftstraße ist nach Rücksprache mit dem Straßenverkehrsamt nicht möglich. Hierüber ist bereits in der letzten Anliegerversammlung berichtet worden.
• Die von einem Landwirt angestrebte Beibehaltung der heutigen Fahrbahnbreite der Stiftstraße, damit landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin problemlos die Stiftstraße benutzen können ist zu entgegnen, dass das Befahren der Stiftstraße auch bei einer schmaleren Fahrbahnbreite von 6,50 m und 7m im Kurvenbereich problemlos möglich sein wird. Das Befahren wird dann aber langsamer erfolgen müssen, was von den Anwohnern auch gerade gewünscht wird.

Folgender Punkt wurde kontrovers diskutiert:

• Die straßenbegleitenden zusätzlichen Stellplätze vor dem Grundstück Stiftstraße 63 sollten auf Wunsch des Anliegers entfallen. Hier wird zu bedenken gegeben, dass dann diese Flächen nur dem Gehweg zugeschlagen werden könnten, der dann hier rund 3 m breit sein würde. Dann würde auf der schmaleren Straße im Innenbereich der Kurve geparkt, was sowohl im fließenden Verkehr die Verkehrssicherheit beeinträchtigen würde und auch die Situation für den Anlieger bei der Benutzung der Grundstückszu-fahrt eher verschlechtern würde.

Insgesamt wurde festgestellt, dass die bisher vorliegende geringe Anzahl der Äußerungen aus der Anliegerschaft kein repräsentatives Bild abgeben. Es bestand daher Einigkeit, dass die Gemeinde in nächster Zeit auf jeden der betroffenen Anlieger (Grundstückseigentümer, die an der Stiftstraße eine Grundstück haben und im Falle eines Ausbaus auch beitragspflichtig sind) zugehen wird, um ein repräsentatives Meinungsbild zu erhalten. Die Gemeinde wird dazu mit jedem betroffenen Grundstückseigentümer jeweils einen individuellen Gesprächstermin vereinbaren.

Der Ausschuss für Abwasserangelegenheiten hat in seiner Sitzung am 17.02.2014 entschieden, dass im Falle einer Umgestaltung der Stiftstraße der vorhandene Mischwasserkanal erhalten bleibt und im geschlossenen Verfahren (Inliner) saniert wird. Das bedeutet, dass dazu eine Öffnung des Straßenkörpers nicht notwendig sein wird. Die Sanierung des öffentlichen Kanals ist somit völlig unabhängig davon, ob eine Umgestaltung der Stiftstraße erfolgt oder nicht.

Für diese Entscheidung waren im Vorfeld umfangreiche Untersuchungen notwendig. Diese haben ergeben, dass der öffentliche Mischwasserkanal erwartungsgemäß einige Schäden aufweist, die entweder kurzfristig oder mittelfristig einer Sanierung bedürfen. Die mittelfristig zu behebenden Schäden würden im Falle einer Umgestaltung der Stiftstraße saniert.

Die Gemeinde ist allerdings verpflichtet, die gravierenden Schäden zur Vermeidung eines möglichen Abwasseraustritts in den Untergrund noch in diesem Jahr zu beheben. Dies kann aufgrund der Schadensbilder nur in offener Bauweise erfolgen. Dazu wird die Straßenfläche punktuell an insgesamt 8 Stellen geöffnet und nach der Schadensbehebung wieder fachgerecht verdichtet und geschlossen, so dass dort zukünftig auch keine Absackungen zu befürchten sind.
Diese Baumaßnahmen erfolgen im Rahmen der routinemäßigen Kanalunterhaltung und stehen weder im Zusammenhang mit einer Umgestaltung der Stiftstraße noch verursachen sie weitergehende Straßenbaumaßnahmen.

Inzwischen sind die Einzelgespräche mit den Grundstückseigentümern an der Stiftstraße abgeschlossen und die Rückantwortbögen mit den Meinungsäußerungen liegen ebenfalls vor und sind ausgewertet. Es waren ausnahmslos sehr freundliche und offene Gespräche, für die sich die Gemeinde ausdrücklich bei allen Grundstückseigentümern bedankt.

Die Meinungsumfrage war so angelegt, dass nur Grundstückseigentümer ein Stimmrecht hatten, da diese im Falle einer Umgestaltung auch den Straßenbaubeitrag zu leisten haben und für jedes Grundstück auch nur eine Stimme zählte. Die Umfrage hat zu folgendem Ergebnis geführt:

Für die geplante Umgestaltung haben sich 23 Grundstückseigentümer ausgesprochen. 19 Grundstückseigentümer sind gegen eine Umgestaltung und zwei Äußerungen waren weder eindeutig als Zustimmung noch als Ablehnung zu werten, so dass sie als Enthaltung betrachtet werden müssen. Daraus ergibt sich eine Mehrheit für einen Ausbau. Bei den Gesprächen und auf den Umfragebögen sind von den Anliegern zahlreiche wertvolle Hinweise gegeben worden, die in den Planungsprozess eingeflossen sind.

Nach entsprechender Überarbeitung der Pläne und Abstimmung im Arbeitskreis ist dann die Planung mit dem Kreis Herford als Träger der Straßenbaulast für die Fahrbahn abgestimmt worden. Außerdem sind zur Illustration der Planung für verschiedene Stellen fotorealistische Vergleiche zwischen dem Bestand und einer jeweils auf Basis der Planung erstellten Fotomontage erstellt worden. Die aktuellen Pläne und die Fotomontagen sind in einer weiteren Anliegerversammlung am 11.05.2015 den Grundstückseigentümern vorgestellt worden. Die Unterlagen finden Sie hier:

Fotomontagen Stiftstraße
Stiftstraße Lageplan Gestaltung Ostabschnitt 
Stiftstraße Lageplan Gestaltung Westabschnitt

Wesentliche Änderungen gegenüber der bisherigen Planung ist die aus der Anliegerschaft angeregte Querungshilfe in Höhe des Feuerwehrgerätehauses (s. Fotomontage 1). Hier wird es aufgrund des Restaurantbetriebes auf der Nordseite und der anstehenden Umgestaltung der Zufahrtsituation zum Feuerwehrgerätehaus noch eine weitere Umplanung geben müssen, da hier aufgrund der Randbedingungen die Mittelinsel kaum zu realisieren sein wird. Hier wird im nächsten Schritt nach einer Lösung noch vor der Kurve aus Richtung Bünde kommend gesucht. Die Gemeinde wird auch nach Aktualisierung der Planung noch auf die betreffenden Grundstückseigentümer zugehen.

Ein weiteres neues Element der Planung ist die Überlegung, in dem Bereich zwischen den Einmündungen Stiftsfeldstraße und Neue Straße eine leichte Erhöhung der Fahrbahn vorzunehmen, damit auf der Nordseite für die Grundstückseigentümer die Gelegenheit besteht, die Gefällesituation auf den Parkflächen vor den Gebäuden zu beseitigen und gleichzeitig den Gebäuden bzw. Läden auf der Südseite ein behindertengerechter Zugang ermöglicht wird (s. Fotomontage 3).

Außerdem ist in der Planung vorgesehen, die Fahrbahnen beidseitig der Mittelinsel an der Grundschule in einer Breite von 3,50 m auszubauen, damit in beiden Richtungen auch für größere Fahrzeuge eine ausreichende Fahrbahnbreite gegeben ist. Die dafür benötigte zusätzliche Fläche wird von der Gemeinde aus dem Schulgrundstück zur Verfügung gestellt.

In der Anliegerversammlung sind dann noch Umplanungswünsche im Kurvenbereich (zusätzliche Parkflächen auf der Südseite) und im Bereich des EDEKA-Marktes (Entfall von Grünflächen) vorgetragen worden, die jetzt noch in die Planung integriert werden sollen. Sobald die Pläne dazu vorliegen, nimmt die Gemeinde mit den betroffenen Grundstückseigentümern Kontakt auf.

Alle Anlieger können auch noch weiterhin der Gemeinde Änderungswünsche mitteilen, die dann noch in den Planungsprozess einfließen. Die Gemeinde möchte an dieser Stelle noch einmal dafür werben, dass sich der ein oder andere Anlieger evtl. doch noch für weitere Pflanzflächen vor seinem Grundstück entscheidet, da gerade eine Begrünung eine ansprechende Umgestaltung nachhaltig unterstützt. Für die dazu ebenfalls notwendige laufende Unterhaltung wird noch an einer Lösung gearbeitet, da diese in jedem Fall gewährleistet sein muss.

Der Ausschuss für Planung, Straßen und Verkehr hat am 24.06.2015 über die Beauftragung der nächsten Planungsschritte beraten und entschieden, die Planung fortzusetzen und dabei insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:

• Verlegung der derzeit vor der Feuerwehr geplanten Mittelinsel in westlicher Richtung vor die Kurve (Vermessung, Planung, Abstimmung mit Grundstückseigentümern)
• Zusätzliche straßenbegleitende Parkflächen auf der Südseite Höhe Kurve Volksbank
• Einbeziehung der Erneuerung der Straßenbeleuchtung in die Planung als Wunsch aus der letzten Anliegerversammlung
• Feinabstimmung mit den Grundstückeigentümern zwischen den Einmündungen Stiftsfeldstraße und Neue Straße wegen der geplanten Veränderung der Höhenlage
• Erstellung der Genehmigungsplanung
• Klärung alternativer Unterhaltungsformen für die straßenbegleitenden Begrünungen
• Abschluss einer Vereinbarung mit dem Kreis Herford als Straßenbaulastträger für die Fahrbahn
• Klärung Fördermöglichkeit im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes

In der Folgezeit wurden dann diese Punkte unter Begleitung durch den Arbeitskreis mit folgendem Ergebnis abgearbeitet:

• Eine Verlegung der geplanten Mittelinsel in westlicher Richtung vor die Kurve kann nach dem derzeitigen Stand nicht erfolgen, da der dazu notwendige Grunderwerb nicht realisierbar ist. Es wird daher im westlichen Bereich des Ausbauabschnittes keine Mittelinsel geben.
• Die zusätzlichen Parkflächen sind in den Plan eingearbeitet worden.
• Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung wird derzeit in die Pläne eingearbeitet und wird bis Ende Oktober 2016 auch in den Plänen dargestellt werden.
• Durch die Erhöhung der Höhenlage der Straße incl. Nebenanlagen in dem Bereich zwischen Stiftsfeldstraße und Neue Straße würde es gelingen, auf der Nordseite die Gefällesituation von den rd. 10-12% auf rd. 5-8 % zu senken und damit nahezu behindertengerechte Anforderungen zu erfüllen. Auf der Südseite würde das durch die Aufhöhung problemlos gelingen. Die Feinabstimmung mit den betroffenen Grundstückseigentümern wird im Oktober 2016 erfolgen.
• Wegen der Unterhaltung der Grünflächen sind Gespräche mit dem Vorstand der Werbegemeinschaft Stift Quernheim e.V. geführt worden. Das Ergebnis wird für Ende Oktober 2016 erwartet.
• Der derzeitige Planungsstand wurde mit dem Kreis Herford erörtert. Der Kreis Herford hat der Planung grundsätzlich zugestimmt. Die notwendige Bauvereinbarung wird derzeit vorbereitet.
• Eine Förderung der Umgestaltung Stiftstraße wurde von der Bezirksregierung nicht in Aussicht gestellt. Die Gemeinde Kirchlengern und der Kreis Herford werden die Maßnahme aber trotzdem durchführen. Die Finanzierungslücke hat keine Auswirkungen auf die Höhe der Straßenbaubeiträge, da ohnehin nur eine Förderung der „öffentlichen“ Eigenanteile der Gemeinde und des Kreises erfolgt wäre.
Durch den Wegfall der Förderung ergibt sich aber die Möglichkeit, die Planung auch noch hinsichtlich der Fahrbahnbreiten zu verändern und damit einem Wunsch vereinzelter Anlieger nachzukommen. Aufgrund dessen ergibt sich die Möglichkeit, die Verschmälerung der Fahrbahn auf 6,50m auf den Bereich zwischen Stiftsfeldstraße und neuer Mittelinsel in Höhe EDEKA zu beschränken und die restlichen Bereiche in einer Breite von 7,00m auszuführen.

Im Übrigen hat sich inzwischen durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung die Möglichkeit ergeben, dass nicht nur im Bereich der Grundschule sondern auch bis zur neuen Mittelinsel im Bereich EDEKA evtl. eine Begrenzung auf „Tempo 30“ denkbar ist. Eine positive Vorabstimmung mit dem Straßenverkehrsamt hat bereits stattgefunden. Hier wird in der weiteren Abstimmung mit den Anliegern zu diskutieren sein, ob man diese einmalige Chance nutzen möchte, um hier die Geschwindigkeit zu senken und die Verkehrssicherheit damit nachhaltig zu erhöhen.

Dieser aktuelle Planungsstand ist in der letzten Arbeitskreissitzung am 22.08.2016 anhand der aktualisierten Pläne vorgestellt und erörtert worden.

Die Pläne finden Sie hier: 

Stiftstraße Lageplan Gestaltung 1 
Stiftstraße Lageplan Gestaltung 2
Stiftstraße Lageplan Gestaltung 3

Dem Ausschuss für Planung, Straßen und Verkehr ist die aktuelle Planung am 07.09.2016 vorgestellt worden. Eine weitere Arbeitskreissitzung hat am 19.10.2016 stattgefunden, in der insbesondere die Kostenentwicklung durch Fortschreiten der Planung vorgestellt wurde. Vergleicht man nur die Kostenschätzung von 2013 für die öffentlichen Nebenanlagen von 400.000 € mit der von 2016 in Höhe von 425.000 €, dann liegt die Kostensteigerung nur bei moderaten rund 5 % und damit noch unter der allgemeinen Preissteigerung. Leider hat sich aber auch durch konkretere Prüfung einzelner beitragsfähiger Grundstücksflächen aktuell eine geringere Gesamtverteilungsfläche von 90.000 m² (vormals 100.000 m²) ergeben, so dass sich der Anliegerbeitrag auf Kostenbasis 2016 um 37 ct/m² auf 2,37 €/m² Grundstücksfläche erhöht. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, müssen auch die 40 Jahre alte Erdverkabelung für die Straßenbeleuchtung und die Masten erneuert werden, wenn man den Gehweg erneuert, so dass sich dann ein Anliegerbeitrag von 2,49 €/m² Grundstücksfläche ergibt. Die Leuchtköpfe werden im Zuge der energetischen Erneuerung der Straßenbeleuchtung er-neuert. Diese Kosten gehen nicht in den Anliegerbeitrag ein.

Um eine nachhaltige und entgegen der heutigen Situation im zentralen Ausbaubereich zwischen Neue Straße und Stiftsfeldstraße nahezu behindertengerechte Umgestaltung insbesondere der Gehweganlagen und der angrenzenden Privatgrundstücke mit Geschäftsbesatz zu ermöglichen, ist es notwendig die Fahrbahn und die Gehweganlagen in diesem Bereich aufzuhöhen. Dadurch entstehen zwar auf den Privatgrundstücken erhebliche Angleichungsaufwendungen, die aber zum Erreichen des Zieles unausweichlich sind. Nach einer juristischen Prüfung können diese Kosten für die notwendigen Angleichungsarbeiten auf 6 Privatgrundstücken in dem Bereich zwischen Neue Straße und Stiftsfeldstraße auf alle Anlieger im dem Ausbauabschnitt der Stiftstraße zwischen Am Herrenhaus und Bredenkamps Feld umgelegt werden. Dadurch erhöht sich der Anliegerbeitrag dann um weitere rd. 50 ct./m² Grundstücksfläche auf rd. 2,99 €.

Am 16.11.2016 ist dann diese Entwicklung in einer weiteren großen Anliegerversammlung vorgestellt worden. Die Präsentation sowie die gezeigten aktuellen Pläne finden Sie hier:

Präsentation Umgestaltung Stiftstraße 16.11.16

Umgestaltung Stiftstraße Lageplan Gestaltung mit taktilem Leitsystem Blatt 1
Umgestaltung Stiftstraße Lageplan Gestaltung mit taktilem Leitsystem Blatt 2
Umgestaltung Stiftstraße Lageplan Gestaltung mit taktilem Leitsystem Blatt 3
Umgestaltung Stiftstraße Ausbauquerschnitt A-A 31.10.16
Umgestaltung Stfitstraße Ausbauquerschnitt B-B 31.10.16
Umgestaltung Stiftstraße Querprofil Stat. 1+435 31.10.16
Umgestaltung Stiftstraße Querprofil Stat. 1+460 31.10.16
Umgestaltung Stiftstraße Querprofil Stat. 1+500 31.10.16
Umgestaltung Stiftstraße Deckenhöhenplan Blatt 2
Fotomontagen Stiftstraße

Es wurde abgestimmt, dass eine erneute Umfrage unter den Anliegern durchgeführt wird. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Letztentscheidung über die Durchführung der Maßnahme unabhängig von dem Ergebnis der Umfrage beim Gemeinderat liegt. Gleiches gilt auch für die ergänzenden Überlegungen der Gemeinde hinsichtlich einer anderen Kostenverteilung im speziellen Fall der Stiftstraße.

Das Ergebnis der Umfrage liegt inzwischen vor: Danach haben sich 24 Anlieger für die geplante Umgestaltung ausgesprochen, 18 dagegen. 2 Anlieger haben nicht an der Umfrage teilgenommen. Daraus ergibt sich eine klare Mehrheit für eine Umgestaltung. Das Ergebnis ist auch fast identisch mit dem Ergebnis einer Zwischenumfrage im Jahre 2014. (23 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung)
(Anmerkung: Die unterschiedliche Gesamtzahl der Anlieger resultiert daraus, dass ein Grundstück geteilt wurde und ein weiterer Grundstückseigentümer hinzugekommen ist.)

Der Planungsausschuss wird daher am 22.02.2017 und der Gemeinderat am 02.03.2017 über die Durchführung der Maßnahme beraten und entscheiden. Hierzu wird auf die öffentliche Vorlage 2017/7 verwiesen. Zu der Vorlage gelangen sie hier: Link zum Ratsinformationssystem

Der Bauausschuss des Kreistages wird noch im Mai 2017 über die Maßnahmen im Bereich der Fahrbahn entscheiden, damit dann die gesamte Umgestaltung (Fahrbahn und Nebenanlagen) gemeinsam ausgeschrieben und ausgeführt werden können. Die Ausschreibung wird dann in der Folgezeit erfolgen. Die gemeinsame Auftragsvergabe selbst wird dann aber auf-grund von Sitzungsterminen auf Kreisebene erst im September 2017 möglich sein. Mit dem ersten Abschnitt wird dann auch noch in diesem Jahr begonnen. Dieser soll dann auch bis zum Winter abgeschlossen sein, so dass bei Wintereinbruch in jedem Fall die Baumaßnahmen ruhen und die Stiftstraße incl. Nebenanlagen ohne Einschränkungen nutzbar wären.
Insgesamt soll die Ausführung in ca. 5-6 Abschnitten erfolgen. Der konkrete Baubeginn und die Abfolge der Bauabschnitte sind noch nicht festgelegt. Die Abfolge der Bauabschnitte kann sich sogar nach der Ausschreibung in Abstimmung mit dem bauausführenden Unternehmen noch ändern. Sobald hierzu aber konkrete Aussagen getroffen werden können, werde ich Sie noch gesondert informieren.

Im Übrigen war immer geplant, die Umgestaltung der Stiftstraße nicht nur abschnittsweise, sondern auch nur unter halbseitiger Sperrung durchzuführen. Dies ist nach Abstimmung mit dem Kreis Herford und der Bauberufsgenossenschaft bei den gegebenen Platzverhältnissen wider Erwarten zum Schutz der Bauarbeiter nicht möglich, da der bei einer halbseitigen Sperrung benötigte Arbeits- und Sicherheitsraum für die Baugeräte und Bauarbeiter so groß wäre, dass hier keine ausreichende Durchfahrtbreite für den Kfz-Verkehr mehr gewährleistet werden kann. Die jeweils für die Bauausführung in Anspruch genommenen Abschnitte müssen daher für den motorisierten Verkehr voll gesperrt werden. Hier wird es eine besondere Aufgabe der Bauleitung sein, die Erreichbarkeit der Grundstücke für Kfz in dem jeweiligen Bauabschnitt auch während der Bauphase so gut es geht in enger Abstimmung Ihnen, den Anliegern und Geschäftsleuten ( z.B. bei Terminlieferungen), abzustimmen, da bei einzelnen Arbeiten (z.B. Asphalt fräsen, Rinne setzen, Pflasterarbeiten, usw.) im Bereich der Zufahrten Beeinträchtigungen unvermeidbar sind. Sie bekommen hierzu aber zu gegebener Zeit die nötigen Kontaktdaten der Bauleitung. Sie werden auch jeweils gesondert noch einmal über den Baubeginn in Ihrem Abschnitt informiert, damit Sie sich darauf einstellen und evtl. not-wendige Absprachen auch schon vorher getroffen werden können.

Die fußläufige Erreichbarkeit der Grundstücke wird aber zu jeder Zeit möglich sein!

Die jeweils gesperrten Abschnitte werden aber immer begleitet mit einer entsprechenden Umleitungsbeschilderung, damit die Verkehrsteilnehmer und insbesondere die Kunden der Geschäfte an der Stiftstraße erkennen können, wie Sie zu Ihrem jeweiligen Zielort kommen können. Erfahrungsgemäß werden solche Umwege sogar eher akzeptiert, als wenn man eine gefühlte Ewigkeit vor einer Baustellenampel steht.

Der weitere positive Nebeneffekt bei einer Vollsperrung ist, dass die Bauarbeiten in dem jeweiligen Abschnitt erfahrungsgemäß ohne Beeinträchtigungen schneller vorankommen. Die Bauzeit kann sich dadurch insgesamt um bis zu 30 % reduzieren. 
 
Ihr Ansprechpartner:

Karl-Heinz Saße
Planen, Bauen, Techn. Dienste
Fachbereichsleiter; Wirtschaftsförderung
Rathausplatz  1
32278 Kirchlengern
Telefon
 : 
05223 7573-163
Telefax
 : 
05223 7573-963
E-Mail
 : 
Internet
 : 
Raum
 : 
1.12a
Visitenkarte anzeigen
Detailansicht anzeigen
E-Mail per Kontaktformular versenden

 

Zum Seitenanfang
Zurück

Zurück zum Schnellmenü