Gemeinde Kirchlengern

Schnellmenü

Gemeinde Kirchlengern
Aktuelles Veranstaltungen Ortsplan Kontakt Sitemap Suche Impressum
 > Rathaus > Bürgerpreis

Inhaltsbereich

Bürgerpreis

Der Rat der Gemeinde Kirchlengern lobt auch in diesem Jahr einen Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement aus. Jede Person, die in der Gemeinde Kirchlengern wohnt oder jede in Kirchlengern aktive, gemeinnützige Gruppierung, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagiert oder in der Vergangenheit engagiert hat, kann für den Bürgerpreis vorgeschlagen werden. Jede Person ist unabhängig ihres Alters und Wohnortes berechtigt, eine andere Person bzw. Gruppierung für diese Auszeichnung vorzuschlagen. Der Vorschlag ist zu begründen und bei der Gemeinde Kirchlengern bis spätestens zum 31. Oktober 2016 einzureichen. Eine Jury wählt aus den eingesandten Vorschlägen eine Person oder Gruppierung aus, die den Bürgerpreis 2016 erhält. Der Preis ist dotiert mit einem Preisgeld von 250 €. Darüber hinaus wird eine Plastik überreicht. Hierfür wird ein Vorschlagsbogen bereit gestellt.



Bürgerpreisträger 2016: Rolf Schöneberg
Bürgerpreisträger 2016: Rolf Schöneberg
Bürgerpreisträger 2016:

Den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern erhält in diesem Jahr Rolf Schöneberg für sein außerordentliches Engagement in vielen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen.

Über seine berufliche Tätigkeit beim Wittekindshof hinausgehend engagiert sich Herr Schöneberg für die Belange von Menschen mit Behinderung. So organisierte er für sie mehrere Fahrten in Kirchlengerns Partnergemeinde Tännesberg.

Für die Mitglieder der Kirchengemeinde Hagedorn hat er Seniorenfreizeiten organisiert. 14 Fahrten waren es in 15 Jahren. Sämtliche Freizeiten wurden von ihm vorbereitet und persönlich begleitet. Sie waren ein fester Bestandteil der Gemeindearbeit. Zahlreiche Orte wurden angesteuert, viele Sehenswürdigkeiten besichtigt. Die zuletzt in diesem Jahr von ihm organisierte Seniorenfreizeit ging nach Bad Kissingen.

Neben diesem Engagement für die Kirchengemeinde Hagedorn war der Bürgerpreisträger dort auch viele Jahre als Presbyter tätig. Außerdem gehört er dem Besuchsdienstkreis an. Der Besuchsdienstkreis besucht Gemeindemitglieder zu Geburtstagen und unterstützt damit die Arbeit der Pastorin.

Der Bürgerpreisträger ist Sänger im Chor der Kirchengemeinde Hagedorn. Er arbeitet seit vielen Jahren in diesem musikalischen Kreis mit und ist dort seit über fünfzig Jahren aktiver Sänger.

Sein Engagement gilt nicht nur den Menschen in seinem Umfeld, Herr Schöneberg engagierte sich auch 15 Jahre lang für junge Straftäter. Als Mitglied des Beirats der Justizvollzugsanstalt Herford be-gleitete und betreute er junge Gefangene. Hauptsächlich bieten die ehrenamtlichen Betreuer Gruppenarbeit an, teilweise arbeiten sie im Rahmen von Einzelbetreuung mit den Gefangenen.

Rolf Schöneberg gehört zu den Gründern des Vereins „Mittagstisch Kirchlengern e. V.“. Er arbeitet im Vorstand und hilft bei den zweimal wöchentlichen stattfindenden Essensausgaben an Bedürftige. Darüber hinaus organisiert er Mitarbeitertage und Feste, zum Beispiel zu Weihnachten.

Der Bürgerpreisträger ist ein Mensch, der sein christliches Menschenbild in vielen Bereichen „lebt“, sozial-diakonisch ebenso wie privat. Neben seiner vorurteilsfreien Annahme aller Menschen, unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit, sind sowohl seine ausgleichende Art wie auch seine den Menschen zugewandte Persönlichkeit vorbildhaft.

 

Bürgerpreisträger 2015: Günter Wehmeier
Bürgerpreisträger 2015: Günter Wehmeier
Bürgerpreisträger 2015:

Den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern erhält in diesem Jahr Günter Wehmeier für sein außerordentliches, überwiegend soziales Engagement.

Günter Wehmeier ist seit mehr als 65 Jahren Trompetenbläser im CVJM Posaunenchor Südlengern. Schon mit elf Jahren übte Günter Wehmeier fleißig auf der Trompete, ab 1948 blies er im Posaunenchor mit. Er ist also mehr als 65 Jahre ununterbrochen dabei und gehörte viele Jahre dem Vorstand des Vereins an.

1977 übernahm Günter Wehmeier die Leitung des Südlengerner Posaunenchors. Mit mehr als 35 Jahren an der Spitze ist er derzeit dienstältester Chorleiter im Kreisverband, fast drei Jahrzehnte war er außerdem 1. Vorsitzender des Vereins.

Günter Wehmeier leitet und begleitet jährlich weit mehr als 100 Einsätze des Posaunenchores. Angefangen bei der Begleitung von Gottesdiensten, Geburtstagen, Hochzeitsjubiläen und auch Beerdigungen von Vereinsmitgliedern, bis hin zu Konzerten auf Gemeindefesten oder in sozialen Einrichtungen sowie zu Gedenktagen am Ehrenmal oder auf Friedhöfen. Das Trompeteblasen im Chor macht nicht nur ihm Freude, es geschieht auch zur Freude und zum Trost seiner Mitmenschen.

Der Bürgerpreisträger war 24 Jahre lang Presbyter der Kirchengemeinde Südlengern, damit verbunden war auch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Synodalpresbyter des Kirchenkreises Herford.

Mehr als sechs Jahre pflegte Günter Wehmeier seine an Demenz erkrankte Mutter zu Hause und weitere sechs Jahre kümmerte er sich fast täglich um sie im Pflegeheim.

Ganz aktuell ist sein Engagement für Flüchtlinge. Herr Wehmeier hat Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

Neben dem außerordentlichen Engagement im sozialen Bereich engagierte sich Günter Wehmeier auch in der Kommunalpolitik. In den 60iger und 70iger Jahren war er Mitglied des Rates der damaligen Gemeinde Südlengern und anschließend im Rat der Gemeinde Kirch-lengern. Außerdem unterstützte er die Arbeit in Ausschüssen wie dem Haupt- oder Sozialausschuss. Er setzte sich seinerzeit persönlich für den Erhalt der Grundschule Südlengern ein.



Bürgerpreisträger 2014: Jürgen Berg
Bürgerpreisträger 2014: Jürgen Berg
Bürgerpreisträger 2014:


Den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern erhält in diesem Jahr Jürgen Berg, uns allen bekannt als Schwimmmeister des Hallen- und Freibades bzw. des Freizeitbades Aqua Fun.
Jürgen Berg ist seit mehreren Jahrzehnten Mitglied im DLRG Herford. 1972 wurde in Kirchlengern ein Stützpunkt der DLRG Ortsgruppe Herford angesiedelt, für den Jürgen Berg die Verantwortung übernahm. Im März 1984 gab es für Kirchlengern die Möglichkeit, sich von der Ortsgruppe Herford zu lösen. Gemeinsam mit Jürgen Berg wurde eine Basis für die Gründung einer eigenen Ortsgruppe gefunden. Seitdem bis zum Jahr 2010 leitete er als erster Vorsitzender die Ortsgruppe Kirchlengern.

Aber das, was er darüber hinaus ehrenamtlich leistete und noch heute leistet, ist für die meisten unter uns nicht so präsent, wie es seine Schwimmmeistertätigkeit war.

Auch nach seiner Pensionierung ist Jürgen Berg jeden Montagabend im Aqua Fun zu finden. Hier setzt er das fort, was ihm seit Jahren am meisten Spaß bereitet, anderen und im Besonderen den Kindern, das Schwimmen beizubringen. Hier steht er jeden Montag am Beckenrand und trainiert die DLRG Anfängergruppe.

Ganz besonders am Herzen liegen ihm Kinder mit Handikap, die von weither kommen, um sich bei ihm an das nasse Element zu gewöhnen und erste Bewegungen im Wasser erlernen. Jeden Samstagvormittag nimmt sich Jürgen Berg Zeit für diese Kinder. Es macht ihm große Freude zu sehen, wie sie sich und auch ihre Eltern über jeden auch noch so kleinen Fortschritt freuen. Dieses außergewöhnliche Angebot hat Jürgen Berg selbst ins Leben gerufen. Es gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene mit Behinderung.

Jürgen Berg ist nach wie vor aktiv für die DLRG Ortsgruppe. Er kümmert sich um die Organisation und begleitet sämtliche Veranstaltungen. Ob es die jährliche Weihnachtsfeier oder ein Zeltlager ist, Jürgen ist immer dabei. Er ist Ansprechpartner für alle und der gute Geist des Vereins.

 

Bürgerpreisträgerin 2013 Susanne Schröder
Bürgerpreisträgerin 2013 Susanne Schröder
Bürgerpreisträgerin 2013:


Den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern erhält in diesem Jahr Frau Susanne Schröder.

Susanne Schröder ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied im CVJM Stift Quernheim und seit über 20 Jahren in der CVJM Weltdienstarbeit für Sierra Leone tätig, seit 2004 als Vorsitzende des CVJM Arbeitskreises Sierra Leone. Ihr erster Aufenthalt in diesem Land war 1985 und seit 2001 reist sie regelmäßig dorthin. Ein Ausflug ins Landesinnere während ihrer Reise im Februar 2006 war Auslöser, das Projekt „Driving-YMCA-Doctor“ auf den Weg zu bringen. Dort traf sie auf Kinder, die barfuß liefen, mit offenen Geschwüren und vereiterten Augen, Säuglinge, die von Durchfall gezeichnet waren und schwangere Frauen, die um Mineralwasser baten, weil es kein sauberes Trinkwasser gab. Und weit und breit gab es keinen Arzt und keine Krankenschwester. Durch diese Begegnung entstand die Idee, eine mobile medizinische Grundversorgung ins Leben zu rufen: den DRIVING-YMCA-DOCTOR.

Zunächst einmal blieb alles nur eine Idee. Aber schon wenige Wochen später initiierte sie das Projekt gemeinsam mit dem bereits verstorbenen Wilfried Wobker. Ein Fahrzeug wurde aus großzügigen Spendengeldern gekauft und Ende 2006 konnte sich Susanne Schröder persönlich davon überzeugen, dass das Auto voll gepackt mit Medikamenten und Sanitätsmaterial in Freetown angekommen war. Während dieses Aufenthaltes wurde das Projekt offiziell auf den Weg gebracht. Einige Zeit später wurde ein Förderverein ins Leben gerufen. Susanne Schröder ist seitdem erste Vorsitzende des Vereins „Förderer des Driving-YMCA-Doctor for Sierra Leone e.V.“.

Seit Beginn des Projektes gibt es ein Team, das sich aus einem Krankenpfleger, zwei Hebammen, einem Dolmetscher, einem Fahrer und einer Projektmanagerin zusammensetzt. Es besucht regelmäßig vierzehn abgelegene Dörfer. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Grundversorgung von Schwangeren und Kindern. Mit dem „Driving-Doctor-Projekt“ ist es gelungen, die hohe Sterblichkeit von Frauen und auch bei Kindern deutlich zu senken.

Um das Projekt zu begleiten und fortzuführen ist sehr viel ehrenamtliches Engagement erforderlich. Dazu trägt Susanne Schröder in erheblichem Maße bei. Hier sind beispielhaft nur einige der vielen Aktionen genannt, die allein im Jahr 2013 von Susanne Schröder begleitet wurden: Neben den regelmäßigen Reisen nach Sierra Leone stellte Susanne Schröder mit drei weiteren Vorstandsmitgliedern des Fördervereins das Projekt beim „Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ in Berlin vor. Hier wurden viele Gespräche geführt, die die Zukunft des Projektes sichern. Am 16. März fand eine Benefizparty zugunsten des Driving-Doctor-Projektes in der Erich Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern statt. Seit Mitte des Jahres wird der Afrika-Kalender „African Moments“ für das Jahr 2014 verkauft. Die Erlöse aus diesen beiden Aktionen kommen ausschließlich dem Projekt zu Gute.


Bürgerpreisträger 2012 Martin Rottmann
Bürgerpreisträger 2012 Martin Rottmann
Bürgerpreisträger 2012:


Der Bürgerpreisträger der Gemeinde Kirchlengern im Jahr 2012 heißt Martin Rottmann. In Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements, das Martin Rottmann insbesondere durch die schriftlichen Ausarbeitungen unserer Heimatgeschichte geleistet hat, hat sich die Jury einstimmig für den „Chronisten“ ausgesprochen, wie er kürzlich absolut treffend in unserem gemeindlichen Mitteilungsblatt „Elsestifte“ genannt wurde.

Martin Rottmanns beruflicher Werdegang führte ihn in den Schuldienst. Hier wurde sein Interesse an der Geschichte des Nationalsozialismus in Kirchlengern geweckt, und zwar mit einem Geschichtskurs zum Thema „Wer kennt sich aus mit Zwangsarbeitern in Kirchlengern?“. Er selbst konnte sich an Holländer zum Zeitpunkt des Kriegsendes in Kirchlengern erinnern. Das Thema „Kirchlengern in der Zeit des Dritten Reiches“ ließ ihn nicht mehr los. Die Ergebnisse seiner Recherche hat er in Form eines kleinen Buches zusammengetragen. Über seine eigenen Erfahrungen in der Gemeinde Kirchlengern im 2. Weltkrieg hat er mehrfach in verschiedenen Seniorenkreisen in unserer Gemeinde berichtet.

Am 12. November 2008 erschien das Buch „Fremde, Freunde und verlassene Gräber“. Ein Gesamtwerk über das Schicksal von Zwangsarbeitern im 2. Weltkrieg in der Gemeinde Kirchlengern. Es entstand auf der Grundlage eines Schulprojektes der Erich Kästner-Gesamtschule und der von Martin Rottmann als Zeitzeugen erarbeiteten Dokumentation. Durch dieses Gemeinschaftsprojekt brachte man Licht in das dunkle Kapitel heimatlicher Geschichte. Es wurden Kontakte zu ehemaligen Zwangsarbeitern geknüpft, woraus die Idee zu einer Gedenkstätte entstand. Im November 2009 weihte man die Gedenkstätte für holländische Zwangsarbeiter auf dem Friedhof in Kirchlengern ein.

Martin Rottmann ist ein Mann, der seine eigene Person immer in den Hintergrund stellt, er ist ein Vorbild für Hilfe ohne großes Aufsehen. Beispielsweise hat unser Preisträger jahrelang mit rollstuhlgebundenen Menschen in Kirchlengern „kleine Ausflüge“ gemacht oder für sie Einkäufe und Botengänge erledigt. Auch im Seniorenkreis ist unser Preisträger aktiv. Er bietet regelmäßig seine Hilfe an, indem er mit seinem privaten PKW Fahrten zu den Veranstaltungen des Seniorenkreises übernimmt. Schon fast sieben Jahrzehnte ist er „am Horn“. Durch die seit 1946 bestehende Mitgliedschaft im CVJM begründet sich seine aktive Tätigkeit als Bläser im Posaunenchor. Seine Verbundenheit zum CVJM war sicherlich auch ein Grund dafür, dass er eine schriftliche, 65 Seiten umfassende, Ausarbeitung zum 125-jährigen Bestehen des CVJM im Jahre 2004 verfasste.

Bürgerpreisträgerin 2011: Ursula Borgelt
Bürgerpreisträgerin 2011: Ursula Borgelt
Bürgerpreisträgerin 2011:


Den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern erhielt in diesem Jahr erstmals eine Frau. Die Jury hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Frau Ursula Borgelt den Bürgerpreis zu verleihen. Die Jury würdigt damit das ehrenamtliche Engagement, das Frau Borgelt seit mehr als dreißig Jahren insbesondere in der kirchlichen Seniorenarbeit geleistet hat.

Gemeinsam mit ihrer Mutter begann ihre Arbeit im seinerzeitigen Alten- und Wanderkreis, dem heutigen ev. Seniorenkreis. Bis heute fühlt sich Frau Borgelt für die gesamte Organisation des Seniorenkreises zuständig, angefangen beim Eindecken der Tische für das zweimal im Monat stattfindende Treffen des Seniorenkreises bis hin zur Organisation von Vorträgen, für die sie die Referenten einlädt. Neben diesen organisatorischen Aufgaben besucht sie Seniorinnen und Senioren zu Geburtstagen, aber auch die, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Gebrechen nicht mehr an den Treffen des Seniorenkreises teilnehmen können.

Erst vor ein paar Tagen konnten wir erfahren, dass Frau Borgelt mit anderen Mitgliedern des Seniorenkreises über das gesamte Jahr hinweg Spenden gesammelt hat, die sie in diesem Jahr für die Einrichtungen des Diakonischen Werks zur Verfügung gestellt haben. Diese Aktion begleitet sie ebenfalls seit vielen Jahren.

Oft sieht man die Bürgerpreisträgerin hinter der Kirche bei ihrer Arbeit, die Beete zu pflegen. Frau Borgelt ist seit vielen Jahren Patin zweier Beete. Damit trägt sie nicht nur zur Umfeldgestaltung der Kirche bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung der Dorfgestaltung.

Frau Borgelt hat während ihres Berufslebens als Lehrerin an einem Gymnasium mit vielen Kindern gearbeitet. Diese Kenntnisse und Erfahrungen gibt sie heute noch gern weiter, indem sie einmal wöchentlich im Kindergarten „Auf der Wehme“ und in der Grundschule vielen Kindern eine gezielte pädagogische Sprachförderung anbietet.

Neben diesen helfenden Aktivitäten gehört die diesjährige Bürgerpreisträgerin bereits seit mehr als 35 Jahren dem Presbyterium der Kirchengemeinde Kirchlengern an und ist Vorsitzende des Seniorenbeirats.


Bürgerpreisträger 2010: Bürgerpreisträger 2010: Friedhelm Bockhorst
Bürgerpreisträger 2010: Friedhelm Bockhorst


Der Bürgerpreisträger 2010 ist der Mann der 1. Stunde beim TV Häver 1968. Bis 1999 war Friedhelm Bockhorst Vorsitzender des Vereins. Ihm ist es gelungen einen Verein zu schaffen, in dem Gesunderhaltung, Wohlbefinden, Freude und soziale Einbindung durch gemeinsame sportliche Bewegung im Vordergrund stehen. Zusätzlich war sein Augenmerk immer auf intensive Jugendarbeit gerichtet. Das große ehrenamtliche Engagement von Friedhelm Bockhorst hat mit diesem Vereinskonzept die Grundlage für einen lebendigen wachstumsorientierten Verein geschaffen, der mittlerweile über 2.000 Mitglieder hat. Das vorbildliche Verhalten von Friedhelm Bockhorst hat viele Menschen zum Sport geführt und auch zur Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben.



Bürgerpreisträger 2009: Bürgerpreisträger 2009: Willi Fleddermann
Bürgerpreisträger 2009: Willi Fleddermann
Willi Fleddermann nach der Überreichung des Preises


Willi Fleddermann, am 7. März 1945 in Bünde geboren und seit vielen Jahrzehnten in Südlengern-Dorf beheimatet, heißt der Träger des vom Rat der Gemeinde Kirchlengern ausgelobten Bürgerpreises für ehrenamtliches Engagement 2009. Fleddermann hat diesen Preis in einer Feierstunde am 5. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt Kirchlengern aus den Händen von Bürgermeister Rüdiger Meier entgegen genommen. Er erhielt ihn für sein Engagement, Kultur lebendig und in unterschiedlichen Ausdrucksformen zu vermitteln und für eigenes künstlerisches Schaffen.

Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Geschichte Südlengerns zum Ortsjubiläum im Jahre 2001 in einer umfangreichen und facettenreichen Chronik festgehalten wurde, die in Teilen das örtliche Umfeld verlässt und Themenfelder regionaler Geschichte abdeckt. Für die Dorfgemeinschaft, die das Buch herausgab, hat er die Inhalte koordiniert und eine ganze Reihe von Beiträgen selbst verfasst. Bewegend ist der sehr persönlich gehaltene Artikel „Vom Krieg verschlungen“, der das Schicksal seines im Zweiten Weltkrieg umgekommenen Vaters schildert. Der Text steht stellvertretend für viele andere Schicksale.

In vielen Veröffentlichungen und Vorträgen verbindet Fleddermann seine tiefe Verbundenheit zur ostwestfälischen Heimat mit dem Blick über kleine und große Grenzen hinaus, stets auf der Suche nach Zusammenhängen, Wahrheit und Gerechtigkeit. Eine besondere Herausforderung war es für ihn, das Schicksal von Zwangsarbeitern in Kirchlengern und Südlengern gegen Ende des Zweiten Weltkriegs aufzuarbeiten. Auf der Grundlage eines Schulprojektes der Erich Kästner-Gesamtschule und einer von Martin Rottmann als Zeitzeugen erarbeiteten Dokumentation entstand das Buch „Fremde, Freunde und verlassene Gräber“, das im November 2008 öffentlich vorgestellt wurde.

Für den Verein „Südlengern aktiv e. V.“ gestaltet Fleddermann u. a. die Website und damit verbundene Aktionen wie die Rubrik „Bild des Monats“, die ein farbenprächtiges Spektrum lebendiger Dorfgemeinschaft vermittelt. Die ersten daraus entstandenen Fotowandkalender enthalten wichtige Termine des jeweils kommenden Jahres.

Als Autor bringt sich Willi Fleddermann seit vielen Jahren mit seinen Texten, Liedern und Gedichten in vielen Gruppen und Kreisen ein. Mehrere Bücher sind erschienen, ganz aktuell „Die Bärengeschichte“ – ein modernes Märchen, in dem die alte Paradiesgeschichte der Bibel aufgerufen wird mit all ihren Fragen nach Gut und Böse, nach Erkenntnis, nach Schuld und Scham. Der bildende Künstler Michael Strauß ließ die weißen und schwarzen Bären der sich im Kreis drehenden Geschichte in vielen prächtigen Zeichnungen lebendig werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Fleddermann spartenübergreifend die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern sucht. Für das Projekt „Mein Tag mit Paulus“, bestehend aus Texten, Musik und Bildcollagen zu Person und Wirken des neu zum Leben erweckten Apostels, wurde er zusammen mit dem Komponisten Franz Josef Appelhans mit dem Kulturförderpreis 2004 des Kreises Herford ausgezeichnet.

Zu nennen sind auch die von ihm verfassten Theaterstücke, die von der Theatergruppe Südlengern und zum Teil von anderen Amateurbühnen im deutschsprachigen Raum erfolgreich aufgeführt worden sind. Die Uraufführung des neuen „Millionenstücks vom Hans im Glück“ soll im September 2010 im Volkeninghaus Südlengern stattfinden.

 


Bürgerpreisträger 2008: 
 

Erich Scheiding nach der Überreichung des Preises
Erich Scheiding nach der Überreichung des Preises
Bürgerpreisträger 2008: Erich Scheiding

Die Jury hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dem Ortshistoriker, Forscher und Buchautor Erich Scheiding den Bürgerpreis der Gemeinde Kirchlengern im Jahr 2008 für sein Lebenswerk zu verleihen. Die Jury würdigt damit das ehrenamtliche Engagement Scheidings, der fast vier Jahrzehnte die Geschichte seiner Heimat, die Geschichte der Kirchengemeinde Stift Quernheim mitgeprägt und die Kloster- und Stiftsgeschichte detailliert aufgearbeitet hat. Rührig kümmerte er sich darum, dass die Stiftskirche den Glanz erhielt, der ihr zusteht.

Zurück

 

Zurück zum Schnellmenü