Gemeinde Kirchlengern

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Die Geschichte der Stiftspforte

(nach NW vom 12.9.2013, Informationsbasis Ortshistoriker Erich Scheiding)

Die Geschichte der Stiftspforte

1147: Standortbestimmung nördlich der Kirche
1369: Ältestes Siegel - ein Torhaus mit Ecktürmen
1523: Das Pfortenhaus wird Opfer eines Brandanschlages
1681: Die Pforte mit Stall wird neu gebaut
1734: Das Dach der Pforte gerät in Brand. Das Stiftsdorf ist gefährdet.
1810: Auflösung der Pforte mit Pförtnerwohnung
1832: Der ehemaliger Stiftsvogt Christian Schürmann wird neuer Besitzer der Pforte
1845: Gutsbesitzer Major a. D. Wilhelm Bacmeister übernimmt die Pforte samt Wohnhaus
1863: Abbruch des östlichen Wohnhauses durch Wilhelm Bacmeister
1864: Neubau der beiden Häuser
1865: Zigarrenfabrikant Eduard Wehde wird neuer Eigentümer der beiden Häuser der ehemaligen Stiftspforte
1913: Beide Häuser werden bei einem Brandanschlag völlig zerstört.
2013: Errichtung des Stiftpfortendenkmals
   

Und das geschah hier sonst noch: Zeittafel (nach Ortshistoriker Erich Scheiding)

 

Vor 1147:
Die kleindynastische Familie v. Quernheim besaß offenbar im Stiftsbereich allodiales Gut, wahrscheinlich auch eine "eigene" Kirche (Eigenkirche), aus der das bekannte Damenstift zu Quernheim um 1147 hervorgegangen zu sein scheint. vermutlich eine Gründung des Osnabrücker Bischofs Philipp, von der Familie v. Quernheim nach ihrem Namen gestiftet (fundiert), das der Mutter Gottes gewidmet und für Augustiner Stiftsdamen bestimmt ist.
Um 1150 In einer indirekten Gründungsurkunde wird ein erster Priester als Propst nachgewiesen, dem Seelsorge und Güterverwaltung obliegen.
Um 1171 Romanischer Gründungsbau, eine dreischiffige Gewölbebasilika mit Querschiff und einem dreiteiligen Westbau (ohne Turm) wird vermutlich mit Kreuzgang neu errichtet, weil die alte den Raumbedürfnissen einer Klosterkirche nicht entsprach und der Priorin nicht genügte.
Um 1222 Als das Stiftsvermögen in Prälaten- (Propstgut) und Kirchengut getrennt und durch den spätromanischen Turmbau die Verlagerung des Nonnenchors in das Querschiff vorgenommen wird, scheinen sich die Lebensformen im Monasterium Quernheim zu ändern.
1276 Kloster/Stift Quernheim erwirbt Zehnten von Kirchlengern.
Um 1350 Eigentum der Konventsdamen sowie Klosterschule und um 1380 Krankenstation belegt.
1380 Auf der Südseite der Kirche wird der Fräuleinchor mit Gruft angebaut bzw. erweitert.
1381 Ältester Glockennachweis einer Bronzeglocke.
1466 Die Kirche ist als Pfarrkirche nachweisbar.
1485 Versuch einer sittlichen Erneuerung im Kanonissenstift.
1501 Kirche und Altar befinden sich im desolaten Zustand, die 1506 teilweise um- oder niederzulegen seien. 1506 Stiftsschule.
Um 1520 Neue Grabenanlage rund um das Stift wird geschaffen.
1523 Brandanschlag auf das Stift mit verheerenden Folgen.
1525-1527 Fertigstellung des spätgotischen Flügelaltars.
Um 1532 Reformationseinflüsse. Seit der Reformation Anspruch Mindens auf bischöfliche Rechte. Nach der Reformation im frühen 17. Jh. erfolgt die Umwandlung durch Minden in ein freiweltliches adeliges Damenstift.
1548-1555 Umbau der Kirche in eine gotische Langhauskirche
1648 Nach dem Westf. Frieden Übergang der bischöflichen Rechte an Brandenburg. Fürstentum Minden.
Um 1650 Stift auf dem Berge, Herford verkauft Zehnten zu Bünde an das adelige Damenstift zu Quernheim.
Um 1676 Im 17. Jh. lassen die adeligen Damen des Stifts einen barocken Kurienkranz errichten. (Sämtliche Bauten vom größeren vorreformatorischen Gebäudekomplex einschl. Kreuzgang südlich der Kirche sind heute verschwunden.)
1810 Die Aufhebung des Damenstifts Quernheim erfolgt zum 1.12.1810. Im Stiftsdorf bestehen nur 6 Stiftshäuser, das Küster- und Pastorenhaus sowie 3 Wassermühlen (Im August 1992 bestehen 376 Wohnhäuser).
1811 Quernheim wird französischer Hauptkantonsort und Mairie.
Seit 1843 Gebietsreform - Amtsbezirke werden gebildet. Aus der Samtgemeinde Stift Quernheim werden die Gemeinden Stift Quernheim, Klosterbauerschaft und Rehmerloh.
Seit 1860 Die Gemeinde Stift Quernheim wird im wesentlichen aus den Stiftsländereien gebildet, die Eigentum des ehemaligen Stiftes waren.
1867 Vereinigung der Pfarrkirche und ehemaligen Stiftskirche zur Gemeindekirche durch Herausnahme der Trennmauern.
1904/08 Kirche wird grunderneuert und ausgemalt. Priechenumbau.
1965 Archäologische Grabung - Gründungsbau rekonstruiert.
Seit 1985 Rückführung verschiedener Kulturgüter in die Pfarrkirche u.a. zwölfarmiger barocker Messingkronleuchter, Taufstein von 1868, Altarschranken und Altarleuchter.
1990 6 Trauerwappen. 1990 Tornemann Grabplatte versetzt.
1992 Kanzelwechsel. Die beiden kirchlichen Kindergärten werden räumlich erweitert und personell aufgestockt.
1993 Mitte Oktober 1993 beginnt eine Grundinstandsetzung der Kirche, die Ende September 1997 mit der Instandsetzung und Sicherung der Außenwände des Langhauses mit Nebenchor der Kirche durch steinsichtigen Schlämmputz abgeschlossen werden. Mehrere begleitende Baumaßnahmen sind notwendig.
1994 Seit Januar neues Kirchensiegel in Gebrauch. 21.02. Empfehlung, Kirche nicht ausmalen zu lassen. Ende November archäologische Untersuchungen an der Südseite der Kirche. Verfärbungen und Fundamente werden sichtbar. Westlich des 1965 erschlossenen Westquerhauses der ältesten Klosterkirche zeigt sich, dass sich weitere Mauerzüge des 12. Jh. in der Kirchenachse etwa 7 m fortsetzen. 1995 Schalldeckeleinbau nach dem Vorbild von 1935/65.
1996 Mitte Januar stoßen Bauarbeiter während der Installation einer neuen Umluftheizung im Kanzelbereich auf einen Vorgängerbau der romanischen Kreuzbasilika. Des Weiteren im Turmjoch auf ein Plattengrab (beides 12. Jh.) Die Verstorbene, vermutlich eine Stiftspersönlichkeit von hohem Rang, liegt mit dem Kopf nach Westen, mit Blickrichtung auf den Altar. Ex oriente Lux: Aus dem Osten kommt das Licht. Von Mitte September bis Ende Dezember erhält die Kirche einen neuen Innenanstrich.
1997 23. Mai Ende der Restauration des Kirchenkreuzes mit 23 1/4 Karat Turmgold und 1/4 Platin des Hahnes von 1845. 24. Mai - 1. Juni »850-jähriges Ortsjubiläum«,
1998 Anfang Dezember Installation eines vollverglasten Windfanges mit Rautenmuster am Nordeingang. 16-armiger barocker Messingleuchters im 1. Joch. Am 2. Weihnachtstag Weihe des zum Teil neuen Vierergeläutes aus Bronze.
2002 Beginn der Renovierung des ehemaligen Pfarrwitwenhauses ( Rauchfang) und Umbau zum Jugendzentrum.
   

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